Abschluss der Oberligasaison mit einem guten 4. Platz

24-04-2017

Die letzte Spielrunde der OSW Saison 2016/17 wurde wieder zentral ausgeführt, in diesem Jahr in Gau-Algesheim vor den Toren von Mainz. Die zweite Mannschaft von Schott Mainz sollte wie im Vorjahr, als es ein Spiel um den Klassenerhalt war, der Gegner sein. In diesem Jahr war der Klassenerhalt zwar bereits nach der 6. Runde gesichert, aber da Mainz theoretisch mit einem Sieg noch den Abstieg an Altenkirchen hätte weiterreichen können, ging es um sportliche Fairness.

Ohne die französischen Schachfreunde auf Seiten der SV 1970 und drei erwartete Mainzer Spieler traten zwei Mannschaften mit nahezu gleichen Chancen an. Nach den ersten drei Spielstunden war daher kein deutlicher Vorteil einer der beiden stark kämpfenden Mannschaften zu erkennen.

An Brett 1 baute der Mainzer FM Bewersdorff auf sein solides Spiel gegen eine der schwierigeren Varianten im Königsinder. Die Chance einer guten Vorbereitung, während Herbert durch offizielle Pflichten am Vortag beim Grenke Master in Karlsruhe in Anspruch genommen war, ließ sich das Mainzer Spitzenbrett nicht entgehen.

An Brett 2 stand Samir aus der Eröffnung besser, jedoch hielt die schwarze Verteidigung den englischen Angriff aus.

An Brett 3 konnte Denis Müller dem alterfahrenen IM Dimo Werner ausgerechnet mit einem Königsinder die erste und einzige Saisonniederlage beibringen.

An Brett 4 und 5 war zu erwarten, dass die Mainzer die beiden FM Vogler und Wornath mit jeweiligem Elovorteil bringen mussten, wenn sie den Kampf gewinnen wollten. Ging an Brett 5 die Rechnung gegen den Grünfeldinder von Cedric Holle auf, so musste Tillmann Vogler im Sizilianisch Najdorf mit seiner Niederlage gegen Wolfgang Homuth zum 4,5 : 2,5 für die SV 1970 die Segel streichen. Von den drei Spielern, die alle neun Spiele bestritten haben, holten Herbert 4,5 Punkte, Samir 5,5 Punkte, Wolfgang jedoch nicht nur 6,5 Punkte, sondern nach langer Zeit für die SV 1970 auch einen Brettpreis aller OSW Spieler. Gratulation!

Die trotz leichter Vorteile gemachten Remisangebote von Stefan Busche an Brett 6 und Walter Maas an Brett 8 konnten von den Mainzer Spielern Mischke bzw. Manus aufgrund taktischer Überlegungen nicht angenommen werden. Ging die Panow Variante im Caro-Kann von Stefan unglücklich an Brett 6 verloren, wandelte letztlich Walter seinen Vorteil im Trompowsky in einen Sieg.

Dass an Brett 7 der Mainzer Marco Lisanti ausgerechnet die von HGP mit Samir und Stefan im Zug angeschaute Variante 9.g4 im Benkö Gambit wählte, konnte weder mit seiner Schärfe überraschen, noch Weiß in Vorteil bringen. Als Schwarz den Gambitbauern zurückgewann, neigte sich schnell die Partie mit taktischen Motiven zugunsten des Gambitspielers, sodass diesmal selbst für HGP das weiße Remisangebot zu spät kam.

 

Da Altenkirchen sich gleichzeitig mit sieben Spielern gegen Heimbach-Weis/Neuwied ein Unentschieden sicherte, war der Abstieg der zweiten Mannschaft von Mainz aus der Oberliga endgültig besiegelt.

 

Für die SV 1970 Saarbrücken geht mit Rang 4 eine gegenüber dem Vorjahr verbesserte Saison zuende, die jedoch mit unübersehbaren Defiziten keine Aussicht auf einen Spitzenplatz zuließ, der mit neun Siegen und 46,5 Brettpunkten ungeschlagen von dem souveränen Koblenzer Team eingenommen wurde.

(Bericht von Hans-Gerhard Pernutz)

Zurück