Saarländischer Mannschaftspokal 2014 Finalrunden

09-03-2014

Halbfinale: SVG Saarbrücken - SCT Illingen 2,5:1,5
Finale: SVG Saarbrücken - SCC Schwarzenbach 1,5:2,5
Ergebnisse

In einem sehr spannenden Finale der saarländischen Pokalmannschaftsmeisterschaft unterlagen wir dem Zweitligisten denkbar unglücklich. Gratulation an Schwarzenbach zur erfolgreichen Titelverteidigung!
Am Tag zuvor hatten wir es im Halbfinale mit dem Meister der Saarlandliga, dem SC Turm Illingen zu tun.

Die Illinger traten ohne ihre Spitzenbretter Frank Mayer und Jörg Klein an, hatten aber mit u.a. Thomas Biehler trotzdem eine starke Mannschaft am Start. Wir konnten die Begegnung allerdings von Beginn an dominieren. Christian Vogel setzte die holländische Verteidigung von Helge Rückert stark unter Druck und gewann schließlich einen Bauern der zum Sieg ausreichte.

Hans Gerhard Pernutz glich mit Schwarz früh aus und holte ein Remis gegen Thomas Biehler.
Mein Gegner Tilman Giese wählte eine fragwürdige Abwicklung, welche mir Springer + Läufer für Turm und Bauer einbrachte. Entscheidend war aber, dass ich einen Königsangriff starten konnte, der nicht zu verteidigen war.
Leider patzte Martin Schmidt zum Schluss gegen Viktor Siebert und musste sich geschlagen geben.
Er hatte die ganze Partie über besser gestanden und es sah lange nach einem Sieg für ihn aus.
Jedenfalls hatten wir das Finale erreicht. Schwarzenbach war mit 2 Mannschaften im Halbfinale vertreten und schonte die Spieler der 1. Mannschaft für das Finale am Sonntag.

Halbfinale:
SVG Saarbrücken - SCT Illingen 2,5:1,5

1. Busche,Stefan - Giese,Tilmann 1:0
2. Vogel,Christian - Rückert,Helge 1:0
3. Schmidt,Martin - Siebert,Viktor 0:1
4. Pernutz,Hans Gerhard - Biehler,Thomas ½:½

Im Finale verstärkte Herbert Bastian unsere Mannschaft, die Gastgeber traten mit 4 Spielern ihrer Zweitligamannschaft an. Es kam zu einem dramatischen Match welches über die volle Distanz von 6 Stunden ging.
Am Spitzenbrett duellierten sich die mehrfachen Saarlandmeister Hendrik Tabatt (3x) und Herbert Bastian (20x) in einem Königsinder. Bis zur ersten Zeitkontrolle blieben fast alle Figuren auf dem Brett, man belauerte sich.


An Brett 2 brachte Christian Vogel ein sehr interessantes Figurenopfer welches Ronny Müller vor schwierige Verteidigunsprobleme stellte. Mit viel Fantasie gespielt und laut Schachprogramm sogar korrekt. Diese Partie bot wirklich Spannung pur.

Ich konnte gegen den Schwarzenbacher Neuzugang Manuel Weller ein leichtes Plus nach der Eröffnung behaupten und mein Gegner geriet immer mehr in Zeitnot. Dies führte dazu, dass er im 28. Zug mit nur noch wenigen Minuten die einzig richtige Fortsetzung nicht fand, und 2 Figuren für einen Turm gab. Zusätzlich zu diesem materiellen Plus erhielt ich einen Freibauern auf c6, welcher langfristig entscheidend sein musste.

An Brett 4 verteidigte Martin Schmidt gegen Frederick Fries zäh eine etwas schlechtere Stellung und hielt den Nachteil in Grenzen. Kurz nach der Zeitnotphase gab mein Gegner auf. Der Freibauer hätte eine weitere Figur gekostet.

Herbert erreichte im weiteren Spielverlauf ein vorteilhaftes Endspiel. Wie die spätere Analyse ergab, stand er sogar klar auf Gewinn. Leider wählte er die falsche Zugreihenfolge und Hendrik Tabatt konnte die Chancen wieder ausgleichen. Die Stellung war zudem leichter zu spielen für Weiß, da sein König schneller aktiv werden konnte.
Herbert verpasste es rechtzeitig auf Remis umzuschalten und musste sich schließlich geschlagen geben.
Martin und Frederick einigten sich mit jeweils noch Turm, Läufer und Bauer auf Remis.
Zuvor hatte Frederick in der 2. Zeitnotphase einige Male die Gelegenheit zum Sieg verpasst. 
Christian hatte mittlerweile einige Bauern für den geopferten Springer erhalten und hatte weiterhin Angriff gegen den exponierten schwarzen König. Er verpasste einige Möglichkeiten die Partie für sich zu entscheiden. Bei knapper Bedenkzeit und sehr komplizierter Stellung verständlich.
Ronny Müller (ebenfalls dreifacher Saarlandmeister) zeigte auch wieder dass die Verteidigung schlechterer Stellungen eine seiner großen Stärken ist. So wählte er an einer Stelle nicht die objektiv beste Variante mit gewissen Remischancen, sondern behielt die Mehrfigur und hoffte noch auf den ganzen Zähler.
Diese Chance kam dann auch im Zeitnotgefecht zum Ende der Partie. (Gespielt wurde ohne Bedenkzeitbonus pro Zug) Hier verpassten beide Spieler Möglichkeiten den ganzen Punkt einzufahren.
Zum Schluss konnte Ronny Damentausch forcieren und mit der Mehrfigur schließlich gewinnen. Endstand 2,5:1,5 für die Gastgeber.
Trotz der Niederlage eine gute Leistung unserer Mannschaft. Das Quentchen Glück hat dieses Mal gefehlt.
(Bericht von Stefan Busche)

Finale:
SVG Saarbrücken - SCC Schwarzenbach 1,5:2,5

1. Bastian,Herbert - Tabatt,Hendrik 0:1
2. Vogel,Christian - Müller,Reinhold 0:1
3. Busche,Stefan - Weller,Manuel 1:0
4. Schmidt,Martin - Fries,Frederick ½:½

Die Partien vom Finale der SPMM 2014

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