SMM Runde 7

22-01-2012

Saarlandliga: SC Ostertal - SVG Saarbrücken II 4,5:3,5
Verbandsliga: Saarbrücker Gambit - SVG Saarbrücken III 2,5:5,5
Kreisliga: SG Völklingen/Saarlouis II - SVG Saarbrücken IV 2:4
Durch die unerwartete Niederlage in Ostertal ist die 2. Mannschaft die Tabellenführung erstmal los.

Am 29.01. gehts mit dem Verfolgerduell gegen Bexbach weiter.

Besser machte es Team 3, was weiterhin Platz 2 und Aufstiegschancen bedeutet.

Erfreulich ebenfalls der klare Erfolg der 4. Mannschaft.

SSV Ergebnisdienst

Saarbrücken III weiter auf Erfolgskurs!
Es war eines der wichtigsten Spiele der Saison für unsere dritte Mannschaft. Der Gegner und direkte Tabellenverfolger im Lokalderby war Gambit '89 II und hatte bis dato kein geringeres Ziel, als den Wiederaufstieg in die Saarlandliga. Beide Mannschaften traten nahezu mit Bestbesetzung an. Der DWZ-Schnitt sprach klar für Gambit: 1830 gegen 1704. Aber Zahlen sind zum Glück nicht alles. Das Ergebnis spricht für sich!
Als erste endet die Begegnung zwischen Jean-Luc Spindler (1663) und Hans Gerhard (1826) am dritten Brett in einem Remis. Nur wenig später erzielt Simon Schütz (1857) den Sieg zur Führung für Gambit gegen Patrick Keller (1645) am vierten Brett. Patrick stand bereits seit der Eröffnung unter großem Druck und musste letztendlich die Segel streichen.
Doch der Ausgleich lässt nicht lange auf sich warten. Martin Gordziel (1563) kann einen klaren Sieg gegen Fabio Paolini am siebten Brett feiern.
Der zwischenstand: 1,5 zu 1,5 und Helmut Passeiers Frage, ob er Remis machen darf, wird mit einem klaren "weiterspielen" beantwortet.
Dann - endlich - die Führung durch einen Sieg an Brett 6! Axel Pocivalnik (1727) knickt gegen den unaufhaltsamen Königsangriff von Werner Bauer (1783) ein und bringt einen weiteren Punkt auf unsere Konto.
Etwa eine halbe Stunde später kann auch Michael Schera (1631) seien scharfe Stellung für sich entscheiden und besiegt Christoph von Brochovski (1755) am fünften Brett. Noch ein halber Punkt bis zum Unentschieden und ein ganzer bis zum Sieg...
Für die Erleichterung sorgt letztendlich Tim Biehl (1805) am Spitzenbrett mit seinem ersten Saisonsieg. Durch einen inkorrekten und zu aggressiven Zug von Vladimir Panfilenko (1823) geht die Begegnung am Spitzenbrett zu unseren Gunsten aus und sichert uns den Sieg!
Der Rest ist nur noch Kosmetik. Es laufen noch die Partien von Holger Donauer (1812) gegen Thomas Kurfes (1992) am zweiten und Helmut Passeier (1748) gegen Oliver Huth am letzten Brett.
Durch einen kurzen Augenblick der Unaufmerksamkeit verliert Holger die Qualität und kurz darauf die Partie - eine bittere Pille, zumal das Motiv schon lange in der Stellung war und Holger, bis auf den Patzer, stets darauf geachtet hat. Aber so etwas lässt sich leichter verkraften, wenn die eigene Mannschaft bereits 4,5 Punkte hat.
Zuletzt setzt Helmut das i-Tüpfelchen. Mit sage und schreibe fünf Mehrbauern, davon vier verbundene Freibauern, geht er ins Dame-Springe Endspiel, vermeidet das drohende Dauerschach und bringt den Punkt sicher nachhause. Zum zweiten Mal in dieser Saison bekam er die Anweisung trotz seines Remiswunsch weiterzuspielen und zum zweiten Mal erzielte er daraufhin einen ganzen Punkt. Das schreit nach einem Remisverbot!
5,5 zu 2,5 lautet am Ende das Ergebnis. Eine Glanzleistung, die die Mannschaft weiterhin auf dem zweiten Tabellenplatz hält. Zwei Punkt Rückstand auf den Tabellenführer und ebenfalls zwei Punkt Vorsprung auf die Verfolger. Wenn man bedenkt, dass zu Saisonbeginn das selbstgesetzt Ziel "Klassenerhalt" lautete und Saarbrücken III die im DWZ-Schnitt zweitschwächste Mannschaft der Liga ist, können wir auf die bisherige Leistung sehr stolz sein.
Aber wir wollen uns nicht auf unseren Ergebnissen ausruhen. Bereits am kommenden Sonntag steht ein Heimspiel gegen die ebenfalls favorisierte Mannschaft aus Wadgassen/Differten auf dem Programm, also heißt es Messer wetzen und auf in den Kampf!
Zuletzt möchte ich, als Mannschaftsführer, ein großes Lob an Tim Biehl, Holger Donauer und Patrick Keller aussprechen.  Seit Saisonbeginn müssen sie sich an vorderster Front Runde für Runde gegen bis zu 200 Punkt stärkere Gegner durch die Partien beißen und haben bisher jeweils 1,5 Punkte einfahren können. Da die Motivation nicht zu verlieren und den Märtyrer für die Mannschaft zu spielen, ist ebenfalls eine große Leistung, die einen entscheidenden, wenn auch unangenehmen, Beitrag zum Erfolg von Saarbrücken III beiträgt.

(Spielbericht von Michael Schera)

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