Zweite Bundesliga Süd Runde 6

05-02-2012

TSV Schott Mainz - SVG Saarbrücken 4:4
Bei frostigen Wetterbedingungen sind wir gegen Schott Mainz angetreten, und zwar in der besten Aufstellung

 - IM Nicolas Brunner, GM Anthony Wirig, IM Christophe Philippe, FM Valentin Kuklin, IM Herbert Bastian, FM Ronny Müller, FM Cedric Paci, Denis Müller. Allerdings hat unsere beste Aufstellung nur dazu gereicht, auf Augenhöhe mit dem Gegner zu sein, was jedoch - zurückblickend auf die letzten drei Runden - uns zumindest optimistisch gestimmt hat. Die Mainzer waren auch ordenlich - wie bei allen Spielen in dieser Saison - aufgestellt - IM Balcerak, FM Dann, GM Lanka, FM Bewersdorff, FM Gohil, Schenderowitsch, Kinast, IM Krivonosov. An den Brettern 1-7 hatten wir ein kleines Elo-Plus, am 8. Brett musste Denis wieder mal zeigen, dass 500 Punkte Unterschied nichts ausmachen. Leider ist es ihm nicht gelungen. Nach dem ultra schnellen Remis am 1. Brett war das zweite Ergebnis des Tages somit nicht zu unserer Freude. Der weitere Spielverlauf war sehr ausgeglichen, der Druck wurde allerdings von uns ausgeübt. Anthony mit Schwarz hat sehr schnell im Drachen ausgeglichen, im Endspiel hat es aber leider für mehr nicht gereicht. Christophe hatte zwischendurch eine fragwürdige Stellung, schaffte es aber, den Spieß umzudrehen und im Endspiel mit einem Mehrbauer zu landen. Dies hat viel Zeit in Anspruch genommen, Christophe versuchte noch über 30 Züge mit dem Zeitinkrement den gewinnenden Plan zu finden, vergebens. Die schnelle Analyse nach der Partie zeigte, dass der Tausch von Springern GM Lanka zur Niederlage gebracht hätte. Valentin mit Schwarz konnte die Stellung vereinfachen und in den ruhigen Hafen bringen, mehr war für ihn nicht drin. Herbert spielte eine hervorragende Partie, hinter den Kulisen blieben noch viele Schönheiten vor den Zuschauern verdeckt. FM Gohil hat einen harten Widerstand geleistet, im Endspiel waren 3 verbunde Freibauern aber doch ein nicht schlagbares Argument. Ronny und Schenderowitsch brachten eine sehr spannungsreiche Stellung aufs Brett, bei jedem Zug konnte jeder zwischen 4-5 ganz unterschiedlichen Plänen und umso mehr Zügen wählen. Nach Ronnys Opfer von zwei Bauern wurde es ganz ungemütlich um den weißen König, das Dauerschach rettete jedoch einen halben Punkt für Schenderowitsch. Cedric spielte a la Kortschnoj "Man darf und muss alle Bauern holen, es wird nichts passieren", überstand einen heftigen Angriff und suchte die Wege zum Sieg im Damenendspiel. Der weiße König war allerdings viel zu offen, auch ein Unentschieden.
Als Endergebnis - 4:4, ein wichtiger Punkt für uns. Wir sind nun am 6-7. Platz, nach Brettpunkten am 7. Für den Klassenerhalt werden noch ein paar Punkte benötigt.
(Spielbericht von Valentin Kuklin)

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